LOKALE AGENDA 21 OBERBOIHINGEN
ARBEITSKREIS ALTERNATIVE ENERGIEN
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Erfolgreicher Solartag in Oberboihingen

Am Sonntag 14.10.2001 veranstaltete der Arbeitskreis Alternative Energien im Rahmen der Lokalen Agenda 21 den ersten Solartag in Oberboihingen. Nahezu 50 interessierte Teilnehmer beteiligten sich am ausgeschriebenen Rundgang und Besichtigung von drei Solaranlagen in Oberboihingen. Die anschließende Veranstaltung, mit einer Ausstellung von Oberboihinger Firmen, Projekten der Grund- und Hauptschule sowie Fachvorträgen, in der Kirchrainschule zu thermischen und photovoltaischen Solaranlagen und deren Förderungen, wurde von den zahlreich erschienen Besuchern ausgiebig zur Information genutzt.
Pünktlich um 15 Uhr trafen sich die interessierten Teilnehmer zur Besichtigung der drei Solaranlagen, unter ihnen auch Bürgermeister Helmut Klenk. Der Arbeitskreissprecher, Friedrich Pfleghar, begrüßte die Rundgangteilnehmer, bevor diese unter der Führung von Wolfgang Franz zum Rundgang starteten.

Zunächst wurde eine thermische Solaranlage für ein Einfamilienhaus mit Röhrenkollektoren in Augenschein genommen. Nach ersten Erläuterungen des Kollektors ging es dann in kleinen Gruppen in den Heizraum, wo der Ersteller der Anlage die zahlreichen Einzelheiten ausführlich erläuterte.

Eine größere thermische Anlage mit Vakuum-Flachkollektoren für ein Mehrfamilienhaus, welche schon seit einigen Jahren in Betrieb ist, stand dann als nächstes auf dem Programm. Auch hier gab es durch einen Hausbewohner weitere Erklärungen zu den Einzelheiten der Anlagenkonzeption.

Abgeschlossen wurde die Besichtigungstour mit einer neu erstellten Photovoltaikanlage mit 3,3 kWp Leistung, die ebenfalls von deren Besitzer präsentiert und ausgiebig mit Ausführungsdetails erläutert wurde.

Im Anschluß an die Besichtigung ging es gemeinsam in die Kirchrainschule zur Ausstellung und den Fachvorträgen. Ausgestellt hatten dort die ortsansässigen Firmen Schober, Schumayer und Strumberger das gesamte Anlagenprogramm von thermischen und photovoltaischen Solaranlagen.

Auch die Kirchrainschule präsentierte sich mit Projekten aus dem Schulunterricht.

Den Besuchern wurde ausführlich über Details und Funktionen der Ausstellungsstücke Auskunft gegeben, bevor dann die Fachvorträge begannen.

Nach Begrüßung durch den Arbeitskreissprecher Friedrich Pfleghar und BM Helmut Klenk, sowie einem kurzen Grußwort von Thomas Strumberger, dem Pressesprecher der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie e.V.(DGS), begann Gastreferent Oliver Neubert mit seinem Vortrag über die Grundsätze bei der Errichtung von thermischen Solaranlagen sowie den Grundlagen von Wärmedämmung, -rückgewinnung und -schutz. Diesem folgte dann das Arbeitskreismitglied Wolfgang Stöcker, der seine neu erbaute Photovoltaikanlage vorstellte. Mit vielen praktischen Tipps, ergänzt durch entsprechende Bilder, dokumentierte er seine Erfahrungen bei Auswahl, Kauf und Installation seiner Anlage. Auch ging er auf die zugehörige Förderung bzw. Vergütung nach dem Stromeinspeisegesetz ein, so dass sich jeder ein Bild über Investitionskosten und deren Amortisation machen konnte.
Zum Abschluss fasste Wolfgang Franz, ebenfalls Mitglied des Arbeitskreises, die Förderungen und Zuschussmöglichkeiten der verschiedenen Institutionen zusammen. Als besonders bedauerlich bezeichnete er es, dass sich das Land Baden-Württemberg ganz aus der Solarförderung zurückziehen will. Allerdings gibt es noch Fördermöglichkeiten des Bundes (Zuschüsse und zinsverbilligte Darlehen) und seit Neuestem von der Gemeinde selbst. Auf Initiative des Arbeitskreises "Alternative Energien" hat der Gemeinderat im September ein Solaranlagenförderprogramm verabschiedet. Die Gemeinde fördert den Bau jeder nach dem 1. Juli 2001 errichteten Solaranlage - thermisch und photovoltaisch - mit einem Anerkennungsbetrag von 500 DM (250 Euro).
Bei allen Vorträgen kam immer wieder zum Ausdruck, dass man sich bei der Entscheidung für eine Solaranlage oder der Modernisierung eines Altbaus nicht nur von der Frage leiten lassen sollte, wann sich eine solche Investition bezahlt macht. Klar bedacht werden sollte, dass damit endliche fossile Energieressourcen wie /l und Gas geschont, die Umwelt entlastet und damit ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz geleistet wird. Man schaut auch bei Dingen des täglichen Lebens, wie Autokauf oder Wohnungseinrichtung, nicht immer darauf, ob sich diese Investitionen Ñlohnenì.
Der gelungene Sonntagnachmittag klang dann mit interessanten Gesprächen unter den Anwesenden aus. Das gesteckte Ziel, Information von Oberboihingern für Oberboihinger wurde voll und ganz erreicht. Nun können Taten folgen und Oberboihingen sich auf den Weg zur Solargemeinde machen.

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webmaster: w e b m a s t e r @ g i e s e l - s o f t w a r e . d e Die, 28. Mai 2002