LOKALE AGENDA 21 OBERBOIHINGEN
ARBEITSKREIS ALTERNATIVE ENERGIEN
wir über uns

Unsere Themen im Detail

Übersicht
  1. Öffentliche Gebäude - Vorbildfunktion
  2. Förderung von Zuschüssen für alternative Energien von Bund, Land, Gemeinde, Kreis
  3. Zentrale Energieversorgung in Bebauungsplänen
  4. Sonstiges

  1. Öffentliche Gebäude - Vorbildfunktion
    Ballspielhalle
    Vorgeschichte:
    - In einer Gemeinderatsitzung im Dezember 2001 wurde der Arbeitskreis auf die Planungen der neuen Ballspielhalle aufmerksam. Deren Dach soll ein Satteldach sein, welches in der vom Gemeinderat favorisierten Version allerdings so ausgerichtet ist, daß die Firstrichtung in etwa von Nord nach Süd verläuft. Dies wäre für eine eventuelle solare Nutzung relativ ungünstig.
    - Am 18.12.2001 ging eine entsprechende Stellungnahme des Arbeitskreises an den Gemeinderat.
    Aktueller Stand:
    In der letzten Klausurtagung des Gemeinderates, in der auch der zuständige Architekt anwesend war, wurde das Thema angesprochen. Die Frage einer Drehung des Daches wurde vom Architekten als "nicht machbar" beantwortet, weil für die Tribüne, die sich an einer der Firstseiten befindet, dann nicht die erforderliche Raumhöhe zur Verfügung stehen würde. Nach Studium der Pläne in der Sitzung des Arbeitskreises wurde diese Aussage von den Anwesenden allerdings in Zweifel gezogen.
    Weiteres Vorgehen:
    Auf ein explizites "nachhaken" wird verzichtet (falls sich die Gelegenheit ergibt, wird dieser Punkt aber nochmals angesprochen). Der Arbeitskreis hat seine Ansicht vorgetragen, und die Entscheidungsträger (Gemeinderat) haben von dieser Ansicht Kenntniss genommen. Damit betrachten wir den Punkt "Dachausrichtung" als für uns erledigt. Wir werden aber die weitere Entwicklung beobachten, insbesondere in Bezug auf das Thema "passive Sonnenenergienutzung".
    Dachrinnenheizung Rathaus
    Vorgeschichte:
    Beim Studium des Energieberichtes für 1999 fiel auf, dass das Rathaus einen relativ hohen Strombedarf hat. Anfang 2001 wurden daher über verschiedene Zeiträume hinweg die Zählerstände des Rathauses erfaßt und ausgewertet. Es ergaben sich sehr starke Schwankungen, die sich erst erklären ließen, als man sich im Rathaus wieder an die Dachrinnenheizung erinnerte. Diese ist notwendig, weil sich die Dachrinne innerhalb der Außenmauer befindet. Sie soll verhindern, dass die Dachrinne bei ungünstigen Witterungen zufriert, denn in diesem Fall könnte Schmelzwasser in das Gebäude gelangen. Da die Heizung aber über eine veraltete Steuerung geschaltet wurde, heizte sie auch dann, wenn dies garnicht notwendig wäre.
    Aktueller Stand:
    Die Steuerung wurde Anfang 2002 gegen eine Modernere ausgetauscht. Außerdem wurde ein Zwischenzähler installiert, der den Stromverbrauch der Heizung erfaßt.
    Weiteres Vorgehen:
    Stromverbrauch beobachten (gelegentlich Zählerstand ablesen). Ansonsten ist der Fall für uns damit erledigt.
    Beleuchtung Tiefgarage
    Vorgeschichte:
    Beim Studium des Energieberichtes für 1999 wurde bewußt, dass in der Tiefgarage des Rathauses rund um die Uhr das Licht brennt. Dadurch summiert sich der Stromverbrauch auf etwa 7500 kWh jährlich. Es wurden Überlegungen angestellt, ob es nicht sinnvoll wäre, die Lampen über Bewegungsmelder zu steuern, und somit nur bei Bedarf einzuschalten.
    Aktueller Stand:
    Als Notbeleuchtung brennen 3 Lampen in der Tiefgarage und eine Lampe im Treppenaufgang im Dauerbetrieb. Über je einen Bewegungsmelder an der Treppe, am Rathauseingang und an der Ausfahrt wird für etwa 15 Minuten auf volle Beleuchtung umgeschaltet. Von den 5 Lampen an der Zufahrtsrampe brennen nur noch 2, und zwar nur nachts.
    Weiteres Vorgehen:
    Reaktion der Bevölkerung abwarten, Stromverbrauch beobachten.
    Sportplatzbewässerung
    Vorgeschichte:
    - Beim Studium der Wasserverbrauchswerte 1999 fiel auf, dass der Sportplatz einen relativ hohen Wasserverbrauch hat. Benötigt wird das Wasser im Wesentlichen für die Bewässerung des Rasens. Da sich in unmittelbarer Nähe des Sportplatzes eine ehemalige Trinkwasserentnahmestelle befindet, entstand der Gedanke, ob es nicht sinnvoller wäre, diese Entnahmestelle für die Sportplatzbewässerung zu nutzen - einfach um Trinkwasser zu sparen.
    - Eine Kostenuntersuchung ergab, dass die Installation einer entsprechenden Pumpanlage mit zugehörigen Leitungen (Strom, Wasser) Kosten von etwa 8500 Euro verursachen wird. Dem gegenüber stehen jährliche Wasserkosten von ca. 1500 Euro (stark schwankend). Die Gemeinde rechnet damit, dass sich diese Investition in etwa 5 Jahren rechnen könnte, und steht dem Vorhaben daher positiv gegenüber.
    Aktueller Stand:
    Der Arbeitskreis befürwortet die Umsetzung des Vorschlages, auch wenn die nächstgelegene Trinkwasserentnahmestelle nur ca. 80 Meter entfernt liegt, und es bezüglich der Belastung des Trinkwasservorrates relativ egal sein dürfte, ob das Wasser über die bestehende Trinkwasserentnahmestelle oder die reaktivierte Entnahmestelle abgepumpt wird.
    Weiteres Vorgehen:
    Der Vorschlag zur Unsetzung wird zu gegebenem Zeitpunkt dem Gemeinderat vorgebracht.
    Regenwassernutzung Friedhof
    Vorgeschichte:
    Bei der Frage nach Einsparmöglichkeiten beim Trinkwasser entstand der Gedanke, ob es nicht sinnvoll wäre, das Wasser vom Dach der Aussegnungshalle in einer Zisterne zu sammeln, um es als Gießwasser verwenden zu können.
    Aktueller Stand:
    Von Seiten der Gemeinde wurde ermittelt, dass sich die Kosten für den Bau einer geeigneten Zisterne im Bereich von 10.000 Euro bewegen dürften. Demgegenüber stehen Einsparmöglichkeiten von vermutlich 150 Euro pro Jahr. Auf Grund dieser Zahlen wäre der Bau einer Zisterne sehr Unverhältnismäßig. Das Thema ist für den Arbeitskreis damit erledigt.
    Energieeinsparung Kirchrainschule
    Vorgeschichte:
    - Beim Studium des Energieberichtes 1999 wurde festgstellt, dass etwa 50% der Heizkosten auf die Kirchrainschule entfallen. Daher wurde es als lohnenswert erachtet, die Schule auf diesbezügliche Energieeinsparmöglichkeiten hin zu untersuchen - Stichwort "Klimafreundliche Schule". Am 15.5.2001 fand diesbezüglich ein Gespräch zwischen der Gemeindeverwaltung und der Schulleitung statt, an dem auch Mitglieder des Arbeitskreises teilnahmen.
    - Im Februar 2002 wurde das Thema wieder im Arbeitskreis aufgegriffen. Aber es fehlt einfach eine "zündende Idee", wie man das Thema Energieeinsparung am besten der Schule nahebringt, und zwar sowohl der Schulleitung, den Lehrern, als auch den Schülern. Angedacht war auch eine eventuelle Teilnahme an einer Lehrerkonferenz.
    Aktueller Stand:
    Idee: Montage eines kleinen Solarpanels und einer Anzeige, ähnlich der Anzeige im Max-Plank-Gymnasium in Nürtingen, um die Schüler für das Thema Sonnenenergie zu sensibliisieren.
    Weiteres Vorgehen:
    Prüfen, ob dies im Rahmen eines Projektes realisierbar wäre. Weitere Ideensuche.
    Windenergie
    Vorgeschichte:
    Im Zusammenhang mit dem Thema "Solargemeinde Oberboihingen" kam in der Vergangenheit auch die Idee der Windkraftnutzung auf. Es wird allerdings angenommen, dass Oberboihingen nicht unbedingt ein geeigneter Standort dafür ist. Unabhängig davon soll diese Möglichkeit trotzdem geprüft werden.
    Aktueller Stand:
    Wird im Diskussionspapier (s.u.) erörtert.
    Energiegutachten
    Vorgeschichte:
    Als Anfang 2001 über den Energiebericht der Gemeinde diskutiert wurde, wurde klar, dass ein erhöhter Energieverbrauch eines Gebäudes zwar feststellbar ist, über seine Ursachen aber nur spekuliert werden kann. Oft mag man mit seinen Vermutungen richtig liegen, letztendlich kann aber nur ein fachliches Gutachten die nötige Sicherheit bringen. Am 19.2.2002 wurde der Gemeinderat in einem Schreiben gebeten, für ein solches Energiegutachten die nötigen Mittel in den Haushalt 2002 einzustellen.
    Aktueller Stand:
    Die beantragten Mittel sind eingestellt worden. Die Gemeindeverwaltung wird sich zunächst die nötigen Informationen zum Thema Energiegutachten beschaffen (Anbieter, Kosten etc.). Dem Arbeitskreis soll dann Gelegenheit gegeben werden, dazu Stellung zu nehmen.
  2. Förderung von Zuschüssen für alternative Energien von Bund, Land, Gemeinde, Kreis
    Verdoppelung der "Solardächer"
    Vorgeschichte:
    Eines der ersten Anliegen des Arbeitskreis war es, die Gemeinde Oberboihingen dazu zu bewegen, die Installation von Solaranlagen ebenfalls zu fördern, und sei es auch nur mit einem kleinen, eher symbolischen Betrag. Um die Förderkosten in einem für die Gemeinde überschaubaren Rahmen zu halten entstand die Idee, dies mit einem konkreten Ziel zu verbinden, nämlich die Verdoppelung der Zahl der in Oberboihingen installierten Solaranlagen bis 2005.
    - Anfang 2001 wurde eine Art Flugblattaktion gestartet: Jedem Gemeindeblatt lag ein Formular bei, in dem alle Besitzer einer bereits bestehenden Anlage gebeten wurden, dieses ausgefüllt der Gemeinde zukommen zu lassen. Das Blatt wurde außerdem in verschiedenen Geschäften ausgelegt, und konnte darüber hinaus auch online im Internet ausgefüllt werden. Auf diese Weise sind etwa 30 Anlagen erfaßt worden.
    - Am 19.9.2001 beschloß der Gemeinderat dann auf Basis der vom Arbeitskreis ausgearbeiteten Unterlagen, den Bau von Solaranlagen zu fördern.
    - Um die Bevölkerung über das Thema Solarenergie zu informieren, wurde am 14.10.2001 ein Solartag veranstaltet.
    Aktueller Stand:
    Vor kurzem ist die 5. Förderung ausbezahlt worden.
    Weiteres Vorgehen:
    Momentan keine Planungen.
  3. Zentrale Energieversorgung in Bebauungsplänen

    Momentan kein Handlungsbedarf.

  4. Sonstiges
    Diskussionspapier "Oberboihingen 2020"
    Der Arbeitskreis Alternative Energien Oberboihingen hat ein beispielhaftes Informations- und Diskussionspapier entwickelt, das als Grundlage für ein Energiekonzept der Gemeinde dienen kann. Die Broschüre enthält allgemeine Infos zum Energiesparen, zu Förderprogrammen und zu technischen Grundlagen. Sie wurde mit einem Fragebogen und einem Gewinnspiel (1. Preis: 1 EnergieSparCheck) an 3.000 Haushalte verteilt.
    Aktueller Stand:
    Auswertung der Fragebögen

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webmaster: w e b m a s t e r @ g i e s e l - s o f t w a r e . d e Fre, 7. Nov 2003